Dogbase

Zuchtdatenbank

Internet Dogbase

Der DKBS führt seine Zuchtdatenbank beim TG-Verlag.  An dieser Stelle wird den Hunden auf Grund der erfassten Daten ein Zuchtwert für Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie eine Genotypenwahrscheinlichkeit für Epilepsie zugeordnet. Auf Beschluss der Züchterversammlung sind alle Daten online zugänglich.

Für DKBS-Züchter und DKBS Deckrüdenbesitzer gibt es ein Login, das bei der Zuchtkommission beantragt werden kann. Mit diesem Zugang ist es möglich Verpaarungen zu planen und zu drucken.

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Als Informationen für die Zuchtwertschätzung dienen die HD-Einstufungen nach den Richtlinien der FCI.
Es ist zu beachten, dass neben den genetischen Faktoren auch Umwelteinflüsse den HD-Wert eines Hundes beeinflussen.

Aus diesem Grund bedient sich der DKBS zur Berechnung der Vererbungserwartung einer anerkannten Zuchtwertschätzung. Derzeit wird das Verfahren MMP (Mixed Model Prediction) und MME (Mixed Model Estimate) unter Einbeziehung aller Verwandteninformationen als das beste verfügbare Verfahren angesehen. Die Zuchtwerte werden als Relativzuchtwerte mit dem Mittelwert 100 (Rassedurchschnitt) und einer Standardabweichung von 10 Punkten ausgewiesen.

Unter dem Begriff „Epilepsie“ werden bis zu deren Feststellung alle häufiger auftretenden Anfallsleiden zusammengefasst. Die Ursachen können vielfältig sein.
Eingetragen in die Dogbase werden Hunde mit Anfallsleiden, die durch den Besitzer oder Züchter gemeldet werden. Empfehlenswert ist eine genaue Ausschlussdiagnostik.
Die Genauigkeit der Berechnungen hängt von der Eintragung möglichst vieler Hunde ab (Epilepsie frei oder Epileptiker).
Die Gentik der Epilepsie beim Hund wird zurzeit länderübergreifend erforscht. Bis der Erbgang für Epilepsie beim Belgischen Schäferhund abschließend geklärt ist, basiert die Genotypenberechnung dieser Datenbank auf einem autosomalen, rezessiv-dominaten Erbgang. Dies entspricht sehr wahrscheinlich zwar nicht den natürlichen Gegebenheiten, aber so lange es die Genetik uns keinen anderen Erbgang liefern kann, sehen wir als verantwortlicher Zuchtklub es als unsere Plicht an, das bestmögliche Mittel zu wählen, um Erbkrankheiten vorzubeugen.

Die Genotypenwahrscheinlichkeit der Elterntiere wird in % angegeben.
AA – homozygot frei
Aa – heterozygot frei
aa – homozygot betroffen

Aus den Genotypenwahrscheinlichkeiten wird eine Wahrscheinlichkeit (P) berechnet, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Spermium bzw. eine Eizelle des Tieres das Epilepsie-Gen a trägt. (betroffen  (aa) = 1, heterozygot (Aa) = 0,5, sicher frei (AA) = 0). Tiere, die heterozygot oder aber möglicherweise auch frei sind, können zwischen 0 und 0,5 liegen.
Für die Berechnung werden alle Werte und Informationen der Verwandten des Hundes mit einbezogen

Aus dem Produkt der P-Werte der Elterntiere  kann dann das Epilepsierisiko eines Welpen errechnet werden.
Verpaarungen, die ein errechnetes Epilepsierisiko für einen Welpen von mehr als 11% ergeben, werden von unserem Klub nicht freigegeben.

Die berechneten Werte in dieser Datenbank basieren ausschließlich auf den hier erfassten Hunden. Sowohl der HD-Zuchtwert, wie auch die Genotypenwahrscheinlichkeit für Epilepsie sind keine festen Werte, sondern unterliegen einer ständigen Veränderung – je nachdem ob neue Erkenntnisse zum jeweiligen Hund, dessen Ahnen, Geschwistern oder Nachkommen erfasst werden.

Die gesamten Auswertungen werden ausschließlich von Herrn Dr. Beuing im TG-Verlag Gießen durchgeführt.

© TG-Verlag, Dr. Beuing, Gießen