Karla Klapproth hat über 29 Jahre zusammen mit ihrem Mann Alfred im Zwinger „von Güldenwerth“ sehr erfolgreich Tervueren gezüchtet. Kein Weg zum Decken war ihr zu weit, kein Aufwand zu groß.

Für den DKBS war Karla Klapproth durch ihr Eintreten für Transparenz und Offenheit richtungsweisend.Über viele Jahre hat sie mit Weitblick die Zucht im DKBS geleitet, war Wegbereiterin für moderne Zuchtstrategien und bezog wissenschaftliche Methoden in die Zucht des Belgiers hier im DKBS mit ein. Sie war vehement für eine Öffnung hin zum Ausland, war eine der Ersten, die sich bei der Französischen Nationale der ausländischen Konkurrenz stellte, war die erste Wesensrichterin für Belgische Schäferhunde in einer damals noch männlichen Domäne.Man könnte so viele ihrer „Verdienste“ um den Belgier aufzählen, aber was uns heute trauern lässt, ist der Tod eines Menschen, der vielen von uns sehr viel bedeutet hat. Nein, Karla hat niemanden kalt gelassen, sie war durchaus jemand, der polarisierte. Sie war nicht immer einfach. Und sie war beharrlich, eisern und entschlossen, wenn es um den Hund ging, wenn es um Gerechtigkeit ging.Und sie war unerschütterlich in ihrer Liebe zum Belgier. Ein kleiner Trost für uns mag sein, dass sie jetzt jenseits der Regenbogenbrücke mit all ihren Güldenwerthern wieder vereint ist. Die haben ihr so viel bedeutet und sie wird von ihnen mit großer Freude empfangen worden sein.
Unsere Gedanken sind bei Alfred, ihrem Mann seit 55 Jahren, und bei ihren Töchtern Katia und Inka.